< Die Psychologischen Tätigkeiten am LZH
18.07.2017 10:35 Alter: 31 days

Abteilung Psychologie

Wir brauchen unsere Kinder nicht erziehen, sie machen uns sowieso alles nach.


Die Psychologinnen im LZH bieten bei Bedarf Familien- und Elternberatung an.

Die Psychotherapeutin Boglarka Hadinger beschreibt in ihrem Buch "Mut zum Leben machen" (Verlag Lebenskunst, Tübingen) die Elternschaft als "den wertvollsten Beruf, den ein Mensch je übernehmen kann: Es zeigt sich in der Verantwortung für das Leben junger Menschen". Ebenso beschreibt sie, dass es nur zu selbstverständlich sei, dass Eltern sich von Zeit zu Zeit irren können. Schließlich handelt es sich ja um einen Beruf, den man nicht lernen kann. Ihre "Impulse für Erzieher" können Eltern Mut und Selbstbewusstsein geben, die eigene Erziehungsarbeit zu reflektieren und diese als kostbar und wertvoll anzusehen.

Eigene Impulse für Erzieher (Boglarka Hadinger), mit denen auch wir Psychologinnen im LZH in der Elternberatung arbeiten, sollen hier genannt werden:

  • Ob Sie wollen oder nicht: Als Mutter oder Vater sind Sie eine Führungspersönlichkeit für Ihre Kinder.
  • Trauen Sie sich, Ihren eigenen Führungsstil zu entwickeln. Vertrauen Sie Ihrem eigenen Gefühl und unterdrücken Sie nicht Ihr eigenes Temperament.
  • Haben Sie Mut, den Glauben daran zu entwickeln, dass das Leben Ihres Kindes gelingen wird und es ein besonderer Mensch wird.
  • Nehmen Sie Konflikte mit Ihren Kindern nicht persönlich. Die Konfliktbewältigung zwischen Eltern und ihren Kindern ist eine "Generalprobe" für die Konfliktbewältigung der Kinder im Erwachsenenalter.
  • Humor nicht vergessen! Wenn immer die gleichen Auslöser zum Streit führen, dann kann es hilfreich sein, die Situation einmal als Außenstehende/r zu betrachten: Die zahlreichen Argumente und Versprechen Ihres Kindes für eine zusätzliche PC-Spiel-Einheit könnten auch als amüsant und einfallsreich bewertet werden.
  • Das B-B-B-Syndrom:
    Die drei Buchstaben beziehen sich auf die Wörter: beliebt, begabt, behütet. Eltern neigen dazu mit ihren Kindern "mitzuleiden", wenn sie merken, dass diese nicht so beliebt und nicht so begabt sind wie andere Kinder und vielleicht auch nicht so behütet werden können, wie sie es sich wünschen würden. Jene Kinder, die das alles in ihrer Kindheit optimal erfahren haben, könnten als "Glückskinder" bezeichnet werden. Allerdings könnten sie auch als B-B-B-Menschen bezeichnet werden, die im Erwachsenenalter in die Bewältigung von Misserfolg nicht wirklich trainiert sind und ihre Seelen reagieren bei Frustration, Ablehnung, Kritik und Einsamkeit oft irrational und extrem.
  • Binden Sie Ihr Herz nicht nur an das Leben Ihrer Kinder. Diese einseitige Konzentration lässt Ihr eigenes Leben verarmen und überfordert gleichzeitig das Kind.
    Wenn Sie weitere Informationen oder eine Elternberatung wünschen, dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

    Das LZH-Psychologie-Team